Psychotherapie
Das Therapieangebot
2002 begann ich meine ambulante, psychoanalytische und psychotherapeutische Arbeit.
Meine Zulassung für die Behandlung gesetzlich versicherter Patientinnen und Patienten erlischt am 31.
März 2026. Danach werde ich nur noch Beratungen oder kürzere Therapien für selbst Zahlende oder privat Versicherte durchführen können.
Weiterhin biete ich Supervisionen für Kolleginnen und Kollegen im Einzel- oder Gruppensetting an sowie ggf. Balint Gruppen.
Welche Therapie-Verfahren gibt es?
Es gibt zahlreiche Psychotherapieverfahren, die auf ihre Weise in der Regel auch wirksam werden können. Die von den gesetzlichen Krankenkassen im ambulanten Bereich finanzierbaren Psychotherapiemethoden sind die psychoanalytische Psychotherapie, Verhaltenstherapie und Schematherapie. Andere Psychotherapieverfahren wie z.B. Körperpsychotherapie, Gestaltungstherapie oder Tanztherapie sind in erster Linie auf das unmittelbare Erlebnis und erst in zweiter Linie auf das Gespräch darüber ausgerichtet. Diese Therapieverfahren werden im stationären oder teilstationären Setting regelmäßig angeboten, werden aber im ambulanten Bereich von den gesetzlichen Krankenkassen meistens nicht finanziert. Die meisten Therapieverfahren werden auch als Gruppentherapie ausgeführt, basieren dann aber auf den ähnlichen theoretischen und methodischen Prinzipien wie die einzeltherapeutischen Verfahren der jeweiligen Therapierichtung. Im Folgenden werden nur einzeltherapeutische Verfahren besprochen, deren Grundlage die psychoanalytische bzw. psychodynamische Methode ist:1. Die "klassische" Psychoanalyse
2. Die Psychoanalytische (Langzeit-)Therapie
3. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TfP)
4. Psychoanalytische Kurzpsychotherapie (z. B. Fokaltherapie)
Das Therapieangebot
Manchmal ist unklar, ob ein tiefenpsychologisches Verfahren oder eine
Verhaltenstherapie nützlich sein könnte. In diesen Fällen kann durch
eine Beratung geklärt werden, welche Behandlungsform am ehesten infrage
kommt. In psychodynamischen bzw. tiefenpsychologischen
Psychotherapieverfahren geht es immer auch um unbewusste Erlebens- und
Verhaltensweisen, um unbewusste aktuelle Konflikte oder um charakterlich
festgelegte, unbewusste Strukturen. Bei den Betroffenen führt das dazu,
dass sie ihr Leben nur so einrichten und führen können, dass sie unter
ihren eigentlichen Möglichkeiten bleiben. In der Regel sind vor allem ihre
Liebes- und Arbeitsfähigkeit von den seelischen Einschränkungen betroffen.
Die klassische Psychoanalyse und die Psychoanalytische Psychotherapie sind
intensiver. Daher verbindet sich mit diesen beiden psychoanalytischen
Anwendungsformen auch eine weitergehende Erwartung an das Therapieergebnis:
Sie haben eine umfassende Nachreifung der Persönlichkeit zum Ziel. Es sollen
dadurch nicht nur die Symptome zurückgehen, sondern es soll im Idealfall zu
einer vollständigen "Heilung" kommen. Eine so intensive Behandlung ist aber
nicht für alle PatientInnen notwendig bzw. nicht immer sinnvoll. In diesen
Fällen kann dann eine abwandelte psychoanalytische Anwendungsform
besser wirksam sein.
1. Die "klassische" Psychoanalyse
Bei der klassischen Psychoanalyse, die von Sigmund Freud begründet wurde, liegt der Patient auf der Couch. Er wird aufgefordert, seine spontanen Einfälle und Gedanken mitzuteilen. Durch die "Freie Assoziation" ergeben sich neue Verknüpfungen von seelischen Inhalten; sie mussten unbewusst bleiben, weil sie mit früheren, unaufgelösten Konflikten und Ängsten zusammenhängen. Außerdem werden auch die Träume der Patienten analysiert, was am besten dann gelingt, wenn der Träumer / die Träumerin spontane Gedanken zu den manifesten Trauminhalten mitteilen kann. Diese Therapie dauert meistens zwei bis drei Jahre und manchmal auch länger. Sie findet 3 - 5-mal pro Woche statt. Von den Krankenkassen können in der Regel zwischen 160 und maximal 300 Sitzungen nach einem speziellen Bewilligungsverfahren finanziert werden.
2. Die Psychoanalytische (Langzeit-)Therapie
Hierbei handelt es sich um eine Psychotherapieform, die von der klassischen
Psychoanalyse abgeleitet ist. Man könnte die Psychoanalytische (Langzeit-)
Therapie auch als Modifikation der klassischen Psychoanalyse bezeichnen.
Sie findet nur 1- bis 2-mal pro Woche (meistens) im Sitzen statt und wird
vor allem dann angewandt, wenn PatientInnen beim Liegen unerträgliche Angst
verspüren oder aus inneren Gründen sehr darauf angewiesen sind, den
Therapeuten ansehen zu können. Gelegentlich führen auch berufliche
Verpflichtungen der PatientInnen oder zu große Entfernungen zwischen dem
Wohnort der Betroffenen und der Praxis dazu, diese Modifikation zu
verabreden. Manchmal wird die Psychoanalytische (Langzeit-)Therapie auch
im Behandlungsverlauf in eine klassische Psychoanalyse umgewandelt. Von
den Krankenkassen können in der Regel zwischen 160 und maximal 300 Sitzungen
nach einem speziellen Bewilligungsverfahren finanziert werden.
Eine mittlerweile gut erforschtes und zunehmend praktiziertes modifiziertes
psychoanalytisches Therapieverfahren – vor allem bei schweren Persönlichkeitsstörungen – ist die
sogenannte übertragungsfokussierte Psychotherapie (n. Kernberg); vereinfacht gesagt konzentriert
sie sich darauf, welche Erlebnisse oder Konflikte der Patientinnen und Patienten im ihrem sozialen Feld
(z.B. Familie, Freundeskreis oder Arbeit) auch im „Hier und Jetzt“ der therapeutischen
Beziehung aktiviert und dadurch bearbeitet werden können.
3. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TfP)
Diese Behandlungsform befasst sich mit den aktuellen inneren Konflikten der Betroffenen und manchmal auch mit der Art der Beziehung, die zwischen Therapeut/in und Patient/in entsteht. Die "Erinnerungsarbeit" im Hinblick auf die frühe Kindheit spielt meistens im Vergleich zur klassischen Analyse eine geringere Rolle. Dafür treten immer wiederkehrende Erlebens- und Verhaltensmuster, die auch aktuell störend sind, in den Fokus der Therapie. Sie werden aber vor allem im "Hier und Jetzt" erforscht und in geringerem Ausmaß auf die Kindheit - das "Damals und Dort" - bezogen. Im Gegensatz zu den höher frequenten analytischen Therapieverfahren werden bei der TfP auch häufig stützende Psychotherape-Elemente stärker berücksichtigt. Die Anzahl der Sitzungen ist begrenzt auf etwa 60-100 Stunden. Die TfP wird wie die Psychoanalyse und die Verhaltenstherapie von den Krankenkassen nach einem speziellen Bewilligungsverfahren finanziert.
4. Psychoanalytische Kurzpsychotherapie (z. B. Fokaltherapie)
Die Psychoanalytische Kurzpsychotherapie ist auf 10-40 Stunden begrenzt
und findet regelmäßig im Sitzen einmal wöchentlich statt. Sie ist entweder
stark symptomorientiert bzw. bezieht sie sich auf ein spezielles (aktuelles)
Problem. Das vorrangige Ziel ist der Rückgang der Symptome.